Behandlung

Venen-Dampfabtragung (Steam Vein Sclerosis-SVS®), Wasserdampf-/ Heißdampf-Kathetertherapie München

Stark gewundene Krampfadern schonend entfernen – ohne Schnitte und Narben

Die Wasserdampfabtragung ist zusätzlich zur Radiofrequenzwellen- und Radiallaser-Behandlung die dritte von uns angewandte Form der Kathetertherapie zur schonenden Behandlung von Krampfadern. Kathetertherapien – medizinisch als endoluminale Varizentherapien bezeichnet – stellen minimal-invasive moderne Therapieformen als wissenschaftlich belegte Alternative zu operativen Verfahren wie dem Stripping zur Behandlung von Krampfadern dar. Im Gegensatz zum Stripping werden die erkrankten Gefäße nicht herausgezogen, sondern verschlossen und vom Körper selbst abgebaut. Dadurch ist ein sanfteres, völlig unblutiges Vorgehen mit geringeren Nebenwirkungen und weniger Schmerzen möglich. Blutergüsse, Schnitte und Narben entfallen weitestgehend. Das Tragen von Kompressionsstrümpfen nach dem Eingriff ist kaum länger als ein Tag nötig. Man ist am nächsten Tag praktisch wieder „voll einsatzfähig“. Allen Kathetertherapien gemein ist ihr hohes ästhetisches Outcome, das heißt: Es bleiben keine Narben.

Welche Art Krampfadern sind mittels Dampfsklerosierung behandelbar?

Krampfadern unterscheiden sich in Art und Ausprägung. Entsprechend kommen unterschiedliche Katheter zum Einsatz. Der Radiofrequenzkatheter wird in erster Linie bei geraden langgestreckten tieferen Venen angewendet und der Radiallaser überwiegend bei wenig gewundenen oberflächlichen Venen und den anderweitig nur schwer behandelbaren  Perforansvenen (Verbindungsvenen).

Der Wasserdampf-Katheter ist sehr fein und flexibel. Mit ihm lassen sich problemlos auch stärker gewundene Venen behandeln. Aus der Katheterspitze wird hierbei 120°C heißer steriler Wasserdampf (Heißdampf) in Form kurzer Impulse in die Vene abgegeben, was die Gefäßwand zerstört.

Dampfabtragung Krampfadern muenchenjpg - Dampfabtragung

Dr. Netzer: Viel Erfahrung und auch forschend tätig

Die Dampfsklerosierung dient vor allem der Entfernung der eigentlich sichtbaren Krampfadern (den Seitenästen der kranken Stammvenen), die herkömmlich mittels „Miniphlebektomie“ (auch „Häkelmethode“ genannt) behandelt werden müssten.
Die Phlebektomie zählt zwar auch zu den sogenannten minimal-invasiven Verfahren zur Behandlung von Krampfadern. Da bei der Miniphlebektomie aber durch das Setzen kleiner Hautstiche, über die die Vene mit Häkchen herausgezogen wird, Narben und teilweise Verletzungen an Hautnerven und Lymphgefäßen verursachen können, wird sie bei uns seit Jahren zugunsten der Dampfbehandlung nicht mehr eingesetzt.

Wie alle Katheterverfahren erfordert auch die Dampfsklerosierung in der Venentherapie Erfahrung und Expertise. Dr. Florian Netzer hat seit Gründung des Instituts bereits mehrere Tausend Kathetereingriffe vorgenommen. Er ist auf dem Gebiet der endoluminalen Varizentherapie selbst forschend tätig, hält dazu international Fachvorträge und hat 2015 das erste Fachbuch für Ärzte zu diesem Thema herausgebracht.

Dr. Netzer hält ein Patent auf ein von ihm entwickeltes Verbindungsstück zwischen dem Dampferzeuger und den feinen Kanülen, deren Einsatz erst dadurch möglich wird.