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Dr. Netzer erklärt die Funktionsweise der Venen

Gefäßchirurgen
in München auf jameda

Fragen & Antworten zu Venenbeschwerden und Krampfadern

Fragen & Antworten zu Venenbeschwerden und Krampfadern

Treten Krampfadern immer wieder auf?

Gewebe altert und die Venenklappen werden mit zunehmendem Lebensalter immer weniger und verlieren an Funktion. Somit ist das erneute Auftreten von Krampfadern nach einer Behandlung natürlich nie auszuschließen.

Werden Krampfadern nach einer Operation stärker?

Nach einer gewissenhaft ausgeführten Operation der betroffenen Venen und möglichst gründlicher Beseitigung aller Ursachen, gibt es dafür keinen Grund.

Warum führen nicht mehr Ärzte die Radiowellenkatheter-Behandlung oder die endoskopische Operation durch?

Beide Methoden erfordern spezielle Kenntnisse und den Erwerb bestimmter Fähigkeiten und sind darüber hinaus auch – so sanft sie sind – mit hohem technischen Aufwand (und entsprechenden Investitionskosten) verbunden. Gerade die Radiowellenkatheter-Behandlung sollte wirklich nur von Chirurgen mit sehr viel Erfahrung auf diesem Gebiet ausgeführt werden: nur diese können sicher gewährleisten, dass die Katheterspitze wirklich korrekt an der Einmündung in das tiefe Venensystem (also weder zu tief, noch zu weit davon entfernt) zu liegen kommt und so ein optimales Ergebnis erzielen. Nur mit der Methode sehr erfahrene Chirurgen, können außerdem auch andere als nur die Stammvenen mit diesen Kathetern behandeln und können so wirklich auf Schnitte verzichten. Dies erfordert aber einen jahrelangen Tariningsprozess. 

Ist die Schaumverödung genauso wirksam wie eine Radiowellenkatheterbehandlung?

Bei der Behandlung der Venenstämme und der Verbindungsvenen mittels Schaum sind den Behandlern bestimmte Einschränkungen auferlegt, die sie nicht umgehen können. Damit sind die Möglichkeiten der Schaumverödung limitiert. Sie eignet sich aber sehr gut zur Nachbehandlung nach erfolgreicher Operation der Venenstämme, zur Beseitigung störender Seitenäste. 

Die konventionelle Chirurgie besteht kompromisslos auf der „Crossektomie“, der Unterbindung aller Seitenäste in der Leiste.

In der Radiowellenchirurgie kommt dies nicht vor. Ist das ein Nachteil? Nach dem derzeitigen wissenschaftlichen Kenntnisstand ist das kein Nachteil. Die Radiowellenkathetermethode ist – weil sie recht neu ist – wesentlich besser wissenschaftlich dokumentiert als die althergebrachte Stripping-Methode. Die Ergebnisse einer langjährigen Nachkontrolle mittels Radiowellen operierter (und nicht „crossektomierter“) Patienten, ergab keinen Vorteil der Stripping-Methode mit dem Leistenschnitt und den Unterbindungen.

Wie lange muss man nach einer OP die lästigen Kompressionsstrümpfe tragen?

Das hängt ganz von dem gewählten OP-Verfahren ab: während man nach einem konventionellen Stripping die Strümpfe meist 6 – 12 Wochen Tag und Nacht tragen muss, verwenden unsere Patienten nach einer Radiowellenbehandlung oder einer endoskopischen Operation die Strümpfe in der Regel nur drei Tage.

Wie lange kann man nach einer Venen-Operation nicht arbeiten?

Das hängt ganz von der verwendeten Methode ab: während viele Patienten nach einem konventionellen Stripping 2 – 3 Wochen lang nicht arbeiten können, stehen sehr viele unserer Patienten nach einer Radiowellenkatheter-Behandlung bereits am nächsten Tag wieder im Beruf.

Wie lange kann man nach einer Venen-Operation keinen Sport treiben?

Das hängt ganz von der gewählten OP-Methode ab: während die Stripping-Patienten in der Regel erst nach 4 – 6 Wochen wieder Sport treiben können, dürfen etwa unsere mit Radiowellen-Katheter behandelten Patienten meist bereits nach 48 Stunden wieder Sport treiben, die Patienten nach einer endoskopischen Stammvenenentnahme dürfen bei uns meist nach 72 Stunden wieder sportlich aktiv werden.

Können nach der Laserbehandlung von Besenreisern braune oder weiße Flecken auftreten?

Das ist nicht ganz ausgeschlossen. Das von uns verwendete, sehr schonende und derzeit modernste Lasersystem erzeugt wohl die wenigsten braunen oder gar weißen Flecken, es ist aber im Einzelfall dennoch denkbar. Zahlt meine Kasse die Operation? Besuchen Sie hierzu bitte den Navigationspunkt "Behandlungskosten“, dort wird das sehr genau erklärt.

Braucht man denn die entfernten Venen – gar Venenstämme – nicht? Wohin fließt das Blut nach deren Ausschaltung oder Entfernung?

Die bei der Behandlung entfernten oder ausgeschalteten Venen sind leider defekt und haben deshalb bereits vor der Behandlung nichts mehr zum venösen Rückstrom beigetragen, sobald sich der Patient in der Senkrechten befand. Ihre Entfernung verschlechtert daher die venöse Durchblutung nicht: im Gegenteil, durch ihre Entfernung wird der Blutstrom auf andere, gesunde (in der Regel tief liegende) Gefäße umgeleitet, die normal funktionieren. Dadurch wird der venöse Rückstrom verbessert und Stauungen abgebaut.

Sind denn die bei der Behandlung entfernten oder zerstörten Venen nicht wertvolle Ersatzteile, wenn man einmal einen Bypass braucht?


Nur gesunde Venenstämme sind in der Lage als Bypass zu dienen. Eine zur Krampfader degenerierte Vene kann man dafür leider nicht mehr verwenden und deshalb steht der Vorteil der verbesserten venösen Durchblutung deutlich höher, als die fragliche Verwendbarkeit als Bypass. Eine gesunde Stammvene aber sollte – genau aus diesem Grunde – nicht angetastet werden.



Kann man einen „offenen Fuß“, ein Ulcus cruris operieren?


In sehr, sehr vielen Fällen kann man Patienten mit Ulcus cruris sehr gut mit relativ einfachen Operationen behandeln. Auch Fälle, in denen das Bein schon seit vielen Jahren ein Ulcus aufweist, lassen sich in bis zu 80 % der Fälle so langfristig verschließen.

Sind stark geschlängelte Venen nur durch eine Operation in herkömmlicher Technik behandelbar?


Nein. Erstens handelt es sich bei den stark geschlängelten Venen fast ausschließlich um Seitenäste und nicht die Stammvenen selbst und werden durch die Ausschaltung der Stammvene ausgetrocknet und bedürfen daher meist gar keiner Behandlung. Zweitens kann man durch Kombination verschiedener Katheter auch solche Venen problemlos behandeln, nur wird diese Behandlung aufgrund der sehr hohen Investitionskosten nur äußerst selten angeboten. Bei uns werden alle wissenschaftlich geprüften und für geeignet befundenen Katheter verwendet und bis zu fünf unterschiedliche Verfahren im selben Behandlungsschritt kombiniert.

Warum wird immer noch konventionell operiert, wenn die Katheterverfahren angeblich besser sind?

Aus mehreren Gründen.

Im Wesentlichen liegt es daran, dass die Katheter sehr teure Einmalartikel sind und diese bei stationären Operationen der Versicherung (egal ob gesetzliche oder private Kasse) nicht gesondert in Rechnung gestellt werden können. Sie müssen aus der Fallpauschale („DRG“-Satz) der Klinik bezahlt werden, die in der Regel um die 1000,-€ liegt. Bei Katheterkosten von etwa 500,-€ kann sich eine Klinik das verständlicherweise nicht leisten. Eine Strippingsonde hingegen kann man sterilisieren und viele hundert Mal verwenden, ihre Anschaffungskosten liegen um die 70,- €. Zum anderen dauert es oft einfach sehr lange, bis sich neuere Techniken durchsetzen: man konnte das in den Achtzigern an der Gelenkspiegelung (Arthroskopie) beobachten, die sehr lange neben der (heute als Kunstfehler geltenden) offenen Meniskusoperation bestand und in den Neunzigern genauso bei der Einführung der heute standardmäßigen Bauchspiegelungs-OP (Laparoskopie): heute gibt es nur noch ganz wenige Ausnahmefälle, in denen etwa eine Appendicitis („Blinddarmentzündung“) offen operiert wird: vor 15 Jahren noch galt das wiederum fast schon als Kunstfehler.
Kann man von außen beurteilen ob Krampfadern vorliegen oder nicht?
Man kann das nur dann tun, wenn man erweiterte Venen von außen tatsächlich sieht: dann liegt in jedem Fall ein Venenschaden vor. Sieht man aber keine heißt das nicht, dass kein Venenschaden vorliegt. Dazu muss man wissen, dass selbst die oberflächlichen Stammvenen (Vena saphena magna und parva, also Große und Kleine Rosenvene) beim normalgewichtigen Patienten in der Regel zwischen 5 und 15 Millimetern tief im Unterhautgewebe liegen. Selbst wenn diese Venen erheblich vergrößert und erkrankt sind, sieht man das also von außen nicht. Es gibt sehr viele Patienten mit ganz erheblichen Schäden an diesen beiden Venen, die äußerlich scheinbar völlig normale Beine haben. Wir vergleichen das gerne mit Gallensteinen: auch hier kann man nicht ohne eine genaue Ultraschalldiagnostik diese ausschließen.

Ist ein Venendoppler dasselbe und genauso genau, wie eine „farbcodierte Duplexsonographie“ („Duplex“)?

Nein. Der Doppler zeigt uns nur, ob eine krankhafte Rückströmung („Reflux“) in einer Vene besteht oder nicht. Er kann uns aber keine Informationen etwa über die Größe der Venen liefern und man muss vorher schon als Untersucher genau wissen, wo man nach einer kranken Vene sucht, denn er bildet die Venen nicht ab und bei einer bildgebenden Sonographie können wir das ganze Bein scannen und so ein sehr präzises „Mapping“ aller erkrankten und gesunden Stellen durchführen. Der Doppler kann als sinnvolle Ergänzung dienen.

Stimmt es, dass die Katheterverfahren noch so neu sind, dass man nichts über die Langzeitergebnisse sagen kann?

Das hängt vom Verfahren ab: es gibt mittlerweile eine ganze Reihe von Katheterverfahren, wie etwa unterschiedliche Radiowellenkatheter (Radiofrequenzkatheter), verschiedene Laserkatheter und einen Heißdampfkatheter (Wasserdampfkatheter). Zum häufigsten Radiofrequenzkatheter (dem VNUS-CLOSURE FAST®) liegen dabei nicht nur viele Jahre Erfahrung, sondern auch nach streng wissenschaftlichen Kriterien durchgeführte Multicenter-Studien mit langen Nachbeobachtungszeiträumen vor und die Ergebnisse dieser diversen Studien sind – auch im Vergleich zu den konventionellen Methoden – sehr gut und können auch im Internet bei der Firma COVIDIEN® abgerufen werden. Die „konkurrierenden“ Verfahren dagegen weisen tatsächlich oft nur eine sehr dürftige oder sogar gar keine validen Studienergebnisse auf. Man muss als behandelnder Chirurg und als Patient natürlich genau darauf achten, welchen Katheter man wofür einsetzt.

Stimmt es denn, dass man die Katheterbehandlung in der Praxis, also ohne Operationssaal ausführen kann?

Leider sind die Bestimmungen hinsichtlich der Anwendung dieser Verfahren erstaunlich großzügig in einem Land, in dem ansonsten auf Sicherheit und Hygiene bei ärztlichen Behandlungen so großer Wert gelegt wird, wie in keinem anderen westlichen Land. Ja, theoretisch ist das also erlaubt.
Dagegen spricht aber, dass es sich auch bei einem Katheterverfahren um eine Behandlung am empfindlichen Gefäßsystem des Menschen handelt. Eine solche Behandlung ist zwar meist unkompliziert, aber dennoch sollte man sie unbedingt unter der Hinzuziehung eines Facharztes für Anästhesie und in einem hygienisch einwandfreien OP durchführen: sollte es jemals zu einer Komplikation in einer Arztpraxis kommen, die womöglich nur über Treppen zu erreichen ist, ist es sehr schwierig – etwa im Fall der Unverträglichkeit auf ein örtliches Betäubungsmittel – den Patienten schnell und sicher in eine geeignete Klinik zu verbringen. Nach unserer Ansicht sollte daher der Eingriff ausschließlich an einer Klinik (dabei aber genauso ambulant) durchgeführt werden, an der alle intensivmedizinischen Möglichkeiten einer Notfallversorgung (Beatmungsgeräte, ausgebildete Anästhesisten, Defibrillatoren, in Notfallmedizin geschultes Personal, das „krisenfest“ jede Situation beherrscht, weil es viel Erfahrung damit hat) vorgenommen werden. Wir hoffen sehr darauf, dass hier bald entsprechende Regelungen europaweit eingeführt werden.

Radiowellen auch bei Schrittmacher-Trägern möglich?

Ja, durchaus.
Der hochfrequente Wechselstrom fließt nur zwischen der Sondenspitze und der Venenwand und somit weitab vom Schrittmacher selbst (in der Regel an der rechten Brustseite unterhalb des Schlüsselbeins) und der Sondenspitze, die meist in der rechten Herzvorkammer liegt.
Somit ist eine Beeinflussung nicht denkbar und wir haben schon viele Träger verschiedener Schrittmachermodelle erfolgreich und sicher behandeln können.
Dazu kommt am PICM noch, dass wir ja nicht nur auf die Radiowellentherapie angewiesen sind, sondern auch noch mittels anderer Sonden (z.B. der Heißdampfsonde) behandeln können und im Zweifelsfall sofort „umsteigen“ könnten. Durch unser striktes Festhalten an Behandlungen nur unter besten medizinischen Standards, das heißt in OP-Sälen mit Vollausstattung und unter der permanenten Anwesenheit und Kontrolle (unter anderem durch Herzmonitoring) durch erfahrene Fachärzte für Anästhesie, würden wir also ein Problem mit einem Schrittmacher nicht nur augenblicklich erkennen, sondern auch behandeln können.Leider ist dieser hohe Standard nicht üblich und immer mehr Operateure trauen sich zu Radiowellenbehandlungen in Praxen (und meist auch ohne Anästhesisten) durchzuführen, was wir bedauern.

Venensanierung vor oder nach einer geplanten Schwangerschaft?

Viele Frauen fragen an, ob sie ihre erweiterten Venen vor oder erst nach der Schwangerschaft oder zwischen zwei Schwangerschaften sanieren lassen sollen. Die Antwort darauf ist aus medizinischer Sicht eindeutig: vor einer geplanten Schwangerschaft.
 Warum?

Schwangerschaften und die damit verbundenen hohen Hormonspiegel und die Gewichtszunahme, führen stets zu einer Verschlechterung bereits bestehender
Krampfadern. Nun kann es deshalb im Rahmen einer Schwangerschaft auch vermehrt zu Venenentzündungen, aber auch sogar tiefen Beinvenenthrombosen und lebensbedrohlichen Embolien kommen. Ein Risiko, dem man die werdende Mutter keinesfalls aussetzen sollte.
Uns ist bewusst, dass viele Frauenärzte den Patientinnen fälschlich raten, ihre Venen erst nach der Geburt der Kinder sanieren zu lassen, weil sonst jede neuerliche Schwangerschaft ja wieder zu neuen Varizen führen könne: das ist zwar auch richtig, aber dennoch müssen Varizen zur Minimierung der Risiken trotzdem vor einer geplanten Schwangerschaft saniert werden.
Treten sie hinterher erneut auf, kann man sie mit den modernen sanften Verfahren, wie Radiowelle, Hautlaser, Heiß-Dampf-Sklerosierung oder Mikroschaumverödung ganz schonend immer wieder entfernen, ohne auf die konventionelle Chirurgie und das „Stripping“ zurückgreifen zu müssen.

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