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Venenverödung, konzentrierte Kochsalzlösung Behandlung

Das Grundprinzip jeder Venenverödung ist es, die Gefäßinnenwand möglichst stark und irreversibel so zu schädigen, dass das Gefäß zugrunde geht. Man kann dies mit verschiedenen Substanzen erreichen, wobei in Deutschland nur noch „Polidocanol“ (Handelsname „Äthoxysklerol®“) eine Zulassung hat. Immer wieder werden, speziell von Heilpraktikern und Ärzten für Naturheilkunde, auch andere Substanzen, wie eben konzentrierte Kochsalzlösung oder auch Glucose verwendet.

Während es zu Polidocanol ausgiebige wissenschaftliche Untersuchungen zu allen Wirkungen und Nebenwirkungen und der Wirksamkeit und eventuellen Begleiterscheinungen gibt, fehlen diese bei anderen Substanzen. Dennoch kann man nach allgemeinem ärztlichem Wissenstand davon ausgehen, dass durch die Injektion einer nicht allzu großen Menge einer konzentrierten Salzlösung kein Schaden am Gesamtorganismus eintreten wird.

Allerdings haben wir an unserem Institut in den vergangenen Jahren viele Patienten (einige davon waren selbst Heilpraktiker) mittels Radiowellenkatheter (VNUS-Closure®) oder endoskopisch behandelt, die zuvor oft, aber eben nicht komplett wirksam, mittels Kochsalzlösungen verödet worden waren.

Bei diesen Patienten fanden sich stets die behandelten Stammvenen teilweise verschlossen, was zwar die venöse Stauung leider nicht wesentlich besserte, aber die dann trotzdem noch nötige Operation mit dem Katheter sehr stark erschwerte.

Aus diesen Erfahrungen heraus, raten wir nicht zur Kochsalzverödung der Stammvenen: Seitenastvenen können eventuell von erfahrenen Behandlern so therapiert werden.