Laser, Radiofrequenzwellen Methode, Radiowellen Therapie
Nachdem an unserem Institut seit 1992 ganz spezialisiert die moderne Venenchirurgie betrieben wird, haben wir stets einen kompletten Überblick über alle gängigen Verfahren und sind selbst an der wissenschaftlichen Untersuchung derselben beteiligt. Der Leiter des Instituts, Dr. Florian Netzer, bildet seit vielen Jahren selbst Ärzte in den modernen OP-Methoden aus und hält jedes Jahr Vorträge auf nationalen und internationalen Kongressen zu diesen Themen vor Fachpublikum.
Aufgrund dieser profunden Kenntnisse aller Vor- und Nachteile der derzeit verfügbaren Methoden, führen wir an unserem Institut heute vorwiegend Operationen im Radiowellenverfahren aus, kombinieren dieses Verfahren dabei nötigenfalls so mit anderen Verfahren, dass eine solchermaßen auf den Individualfall maßgeschneiderte Therapie entsteht, die in dieser Art der Kombinationen europaweit nur an unserem Institut in ein und derselben Behandlung angeboten wird.
Koventionelle Verfahren
Es hat sich gezeigt, dass das Radiowellenkatheterverfahren – wenn man es mit sehr großer Erfahrung wirklich exakt ausführt - mit großem Abstand vor dem konventionellen Stripping, dem CHIVA-Verfahren und dem Laserkatheter, das schonendste Verfahren ist, denn:
- beim konventionellen Stripping kommt es zu ausgiebigen Gewebszerreissungen und Einblutungen: die Ausfallzeit nach der Operation ist wochenlang und es müssen dicke Kompressionsstrümpfe bis zu 12 Wochen lang getragen werden. Entsprechend lange kann weder Sport getrieben werden, noch sind die Patienten meist in der Lage länger als anfangs nur einige Minuten zu stehen, danach müssen die Beine wegen der Schwellneigung und dem Druckgefühl wieder hochgelagert werden. Das gibt sich natürlich nach und nach, dennoch ist die Beeinträchtigung erheblich. Außerdem ist das Verfahren naturgemäß mit Narbenbildung verbunden.
- bei der CHIVA -Methode werden sehr viele, oft große Schnitte benötigt und müssen ebenfalls sehr lange die Kompressionsstrümpfe getragen werden, außerdem ist die Rate an Widerholungsoperationen nach diesem Verfahren extrem hoch: wir behandeln an unserem Institut Jahr für Jahr viele Patienten, die sich einmal einer CHIVA-Operation unterzogen hatten und dann sehr schnell wieder neue Krampfadern entwickelten. Zwar ist der Grundgedanke der Erhaltung oberflächlicher Venenstämme theoretisch sehr gut, leider zeigt die Praxis, dass es eben vielfach sehr schnell zu neuen Varizen kommt und die Patienten darüber hinaus für das CHIVA-Verfahren zuvor mehrfach operiert werden mussten und oft sehr zahlreiche Narben davontragen, die kosmetisch stören. Ebenfalls ist mit einem längeren Arbeitsausfall und einer Sportpause nach CHIVA zu rechnen.
- beim Laserkatheter werden zwar, wie beim Radiowellenverfahren, praktisch keinerlei Narben hinterlassen, jedoch arbeitet die Methode mit Temperaturen von bis zu 1200 ° C an der Katheterspitze: das ist schädlich für das Umgebungsgewebe und führt sehr häufig zu Entzündungen nach der Operation. Durch die große Hitze beim Laserverfahren kommt es zur explosionsartigen Verdampfung des Blutes an der Katheterspitze und dadurch zu Zerreissungen der behandelten Vene. So kann Blut in das umgebende Gewebe austreten und es bilden sich oft sehr ausgedehnte Blutergüsse, wie man sie sonst nur von grobem Stripping kennt. Ein weiteres Problem ist die nicht standardisierbare und nicht objektiv steuerbare Abgabe von Laserenergie pro Flächeneinheit des zu behandelnden Gefäßes: der Operateur kann nur „nach Gefühl“ behandeln und so werden manche Gefäßabschnitte zu stark erhitzt und manche zu wenig.
Das Radiowellenverfahren (VNUS-Closure)
Hier wird an der Katheterspitze eine präzise geregelte Temperatur von exakt 120 ° C erzeugt, die computergesteuert 15 Sekunden lang einwirkt, bevor der Katheter um eine genau bestimmte Strecke von 6.5 cm weiter gezogen wird, um hier erneut auf diese Temperatur gebracht zu werden. Damit wird ein ganz gleichmäßiges Verschließen der behandelten Vene erreicht ohne, dass es zu Beeinträchtigungen des umgebenden Gewebes kommt.
Die Methode ist also millimetergenau einsetzbar und durch die Computersteuerung sehr präzise und sicher.
Allerdings erfordert die exakte Ausführung des Verfahrens sehr viel Erfahrung und ein hohes Maß an Routine: gerade die exakte Platzierung der Katheterspitze an der Mündungsstelle zwischen oberflächlichem und tiefem Venensystem ist extrem wichtig und dabei nicht einfach – eine zu tiefe Platzierung kann die lebensnotwendige tiefe Vene schädigen, eine zu oberflächliche Platzierung, nicht nahe genug an der Einmündung hingegen, hinterlässt einen zu langen Stumpf der oberflächlichen Vene und kann sehr schnell zu neuen Krampfadern („Rezidiv“) führen. Nur ein wirklich erfahrener Chirurg wird hier stets die richtige Position des Katheters finden: wir führen bei uns bis zu 10 dieser Behandlungen pro OP-Tag durch und haben entsprechend ausreichend Erfahrung.
Weil moderne Verfahren (im Gegensatz zu althergebrachten Methoden) sich
wissenschaftlich erst einmal beweisen lassen müssen, gibt es zum
Radiowellenverfahren viele, wissenschaftlich sehr genaue Studien zur
Wirksamkeit, den möglichen Nebenwirkungen und den Langzeitergebnissen.
Dabei
hat sich das Verfahren so bewährt, dass es sogar in den (für Chirurgen
bindenden) „Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie“ die
höchste Anerkennung für wissenschaftliche Überprüfbarkeit und
Empfehlbarkeit bekam, den „Evidenzgrad A“. Zum Vergleich: das – bereits
1907 erfundene – bisherige Stripping, hat nur den Evidenzgrad „B“
erhalten.
Aus diesen Gründen wenden wir das Radiowellenverfahren seit Jahren täglich an und haben damit allerbeste Erfahrungen gesammelt. Selbstverständlich werden an unserem Institut aber alle wissenschaftlich wirklich geprüften und für gut befundenen Methoden angewendet (aus genau diesem Grunde das CHIVA-Verfahren nicht mehr), aber es hat sich gezeigt, dass wir unseren Patienten speziell mit dem Radiowellenverfahren am besten dienen können: kürzeste Erholungszeit nach der Behandlung (die meisten Patienten arbeiten bereits am Tag nach der OP wieder), narbenfreie Beine, Kompressionsstrümpfe nur für einen bis drei Tage.
Unsere Patienten sind praktisch ausnahmslos am Tag nach der Behandlung wieder voll arbeitsfähig und sporttauglich (abhängig von Arbeit, Individualfall und Sportart versteht sich).
Um optimale medizinische und ästhetische Ergebnisse erzeugen zu können, kombinieren wir unterschiedliche Verfahren in einer operativen Sitzung , wie z.B. das Radiowellenverfahren, den Besenreiser-Laser, die endoskopische Stammvenenentfernung und eventuell das Mikroschaumverfahren. Damit erreichen wir auf schonendem Wege die besten Ergebnisse
Vergleich des herkömmlichen Stripping zum Radiowellenverfahren
Weitere Informationen
FAQ zur Laser und Radiowellentherapie











1
2
3
4
Gibt es Sportarten, die …
Da bei uns sehr viele Leistungssportler und …
Warum sind viele …
Objektiv betrachtet – etwa aus der Sicht …
Wohnungsgesuch
Für unseren langjährigen und …






